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Stauden und krautige Pflanzen

 

Dahlien als Sichtschutz

Jetzt ist Hochsaison für Schnitt- und Trockenblumen. Für die Vase schneidet man an warmen Tagen lieber in den Morgen- oder Abendstunden. Die Blumen halten dann länger.

 

Die Gartenpflanzen, die im Juli noch keine Düngergaben erhalten haben, können noch gedüngt werden. Laubgehölze benötigen Volldünger, Nadelgehölze werden mit Spezial-Tannendünger versorgt und der zweite Rosenflor ist mit Rosendünger zu fördern. Auch die Heckenpflanzen sollten nicht vergessen werden. Sie haben einen besonders hohen Verbrauch, da sie so dicht stehen, wie keine anderen Pflanzen im Garten.

 

Viele Sommerblumen im Beet wachsen und blühen jetzt noch kräftig bis in den Herbst hinein. Dies kann man ebenfalls durch gezielte Düngergaben unterstützen.


 

Stauden und krautige Pflanzen

 


Astilben (Prachtspiere)

Viele Stauden blühen noch ein zweites Mal. Dafür schneide ich sie gleich nach der Hauptblüte ab. Durch diesen Rückschnitt, der vor der Samenbildung erfolgen soll, werden die Pflanzen angeregt einen zweiten Blütenflor zu bilden. Aber auch wenn man keinen Wert auf die zweite Blüte legt, sollte man die ausblühenden Sommerblüher und Stauden ausputzen - Verblühtes wird entfernt.

 

Astilben (Prachtspiere) brauchen jetzt Wasser, denn auch die schattenspendenden Bäume und Sträucher, unter die Astilben vornehmlich gepflanzt sind, verbrauchen jetzt, zum ausreifen ihrer Triebe, viel Wasser.

 

Pfingst- und Federnelken schneidet man nach der Blüte um etwa ein Drittel zurück, ebenso den Feinstrahl. Anders als die Nelken wird er danach mit Kompost versorgt und erfreut dann häufig im September mit einem zweiten Flor.

 

 

 


 

Zweijährige Pflanzen

 


Bartnelke

Die im Juni oder Juli ausgesäten Zweijährigen, wie Königskerzen, Goldlack, Malven, Bartnelken, Landnelken oder Tausendschön können auf ihren endgültigen Platz gepflanzt werden. Der Abstand soll 20 Zentimeter betragen.

 

Stiefmütterchen kann man auch auf ein Freilandbeet setzen, die endgültige Pflanzung erfolgt aber erst im Oktober.

 

Die gepflanzten Zweijährigen benötigen zum Anwachsen genügend Wasser. Auf Düngergaben sollte verzichtet werden, damit sie mit kompaktem Wuchs in den Winter gehen.

 

Wer Zweijährige in Schalen ausgesät hat, darf jetzt das Pikieren nicht vergessen.

 

In Gegenden mit kalten Wintern pikiert man Maßliebchen [Bellis] in Töpfe, um sie später geschützt zu überwintern, wie es auch bei Goldlack möglich ist.

 


 

Pflanzen und Umpflanzen

 

Wenn Platz im Staudenbeet ist, kann die hübsche Bergflockenblume [Centaurea montana], ausdauernde Verwandte der Kornblume, gepflanzt werden.

 

Gleich nach der Blüte bilden sich bei der Nachtkerze [Oenothera tetragona] an der Basis zahlreiche Tochterrosetten. Jetzt im August haben diese schon zahlreich Wurzeln entwickelt und lassen sich separat setzen. Bis zum Winter wurzeln sie noch ausreichend an.

 

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um auch Steppenkerzen zu pflanzen.

 

Pfingstrosen wollen möglichst viele Jahre am selben Platz verbleiben, trotzdem können Sie alte Stöcke teilen. Die beste Zeit zum Pflanzen und Umpflanzen von Pfingstrosen ist der August. Wählen Sie einen Standort aus, an dem die Pfingstrose viele Jahre stehen können. Pfingstrosen müssen sehr flach gepflanzt werden, sonst blühen sie nicht. Das Einschlämmen der Wurzeln nicht vergessen. Verzweifeln Sie nicht, wenn die Pfingstrose nicht gleich im nächsten Frühsommer Blüten bekommt. Sie braucht oft einige Zeit, um einen Ortswechsel zu verkraften.
Pfingstrosen, kompetent,konkret,kompakt

 


 

Gehölze

 


Eibe mit Frucht (giftig)

Weil helle Mauern das Sonnenlicht reflektieren, stehen Gehölze vor ihnen besonders warm. Im Frühjahr und Herbst ist das sehr günstig, im Sommer allerdings muss hier häufiger gegossen werden. Rosen sind an solchen Plätzen sehr anfällig für Schädlinge und Krankheiten.

 

Sollen Eibenhecken besonders dicht wachsen, werden sie zweimal im Jahr geschnitten. Einmal Anfang Juni, das zweite Mal Anfang August. Das gilt auch für Eiben, die zu Kugeln, Kegel oder Pyramiden geformt wurden. An trüben, regnerischen Tagen, vertragen die Pflanzen den Schnitt am besten. Auf keinen Fall sollte man den Schnitt bei praller Sonne vornehmen.

 

Jetzt ist auch ein guter Schnitttermin für andere immergrüne Hecken, z.B. aus Lebensbaum, Fichte, Feuerdorn oder Liguster. Man schneidet immer so, dass die Hecke im Querschnitt unten breiter ist, sich also nach oben verjüngen. Das verhindert ein Verkahlen im unteren Bereich.
Das Schneiden von Hecken

 

Die im Frühjahr gepflanzten Sträucher und Gehölze freuen sich auch im August über genügend Feuchtigkeit.

 

Auch Rhododendren haben jetzt einen hohen Wasserbedarf. Man erkennt den Wassernotstand an tütenförmig zusammengerollten Blättern. Besonders an heißen Tagen muss kräftig gegossen werden, das fördert außerdem die Blütenbildung fürs kommende Jahr.
Die Rhododendron-Seite

 

Koniferen brauchen auch Dünger. Gerade auf leichten Böden sollten die Nadelgehölze mit Kali und Phosphat versorgt werden. Bewährt haben sich die im Handel erhältlichen Spezialdünger.
Das Düngen von Gehölzen

 

Es kann schon mit der herbstlichen Pflanzzeit der Nadelgehölze begonnen werden.
Besondere Gehölze

 

Bis Mitte September lassen sich Flieder, Rosen und andere Zier- und Obstgehölze veredeln. Diese Methode nennt man "okulieren auf das schlafende Auge".

 

Blühfaule Glyzinien sollten zur Förderung des Blütenansatzes im nächsten Jahr jetzt beschnitten werden.

 

Deutzien und Weigelien werden nach der Blüte am besten jährlich ausgelichtet, also von alten Ästen befreit. So bleiben die Sträucher ansehnlich.

 

Der Sommerstecklingsschnitt von laubabwerfenden Gehölzen kann jetzt durchgeführt werden. Im Herbst geschnittene Stecklinge bewurzeln meist schlecht.

 

Hohe Säulenwacholder neigen öfter zum Auseinanderfallen, sodass man die Triebe zusammenbinden muss.

 

Jungtriebe der Kletterpflanzen brauchen weiter unsere Unterstützung, falls sie nicht von alleine Halt finden.
Kletterpflanzen

 


 

Rosen

 

Damit das Holz meiner Rosen richtig ausreifen kann und zur allgemeinen Stärkung der Pflanze gebe ich ab August eine Kali betonte Düngung.
Was man über Rosen wissen sollte.

 

Möchte man Rosen für die Vase haben, werden sie wegen der längeren Haltbarkeit, knospig geschnitten.

 

Bei öfter blühenden Rosen werden verblühte Blüten sofort entfernt.

 

Wenn der Rosentriebbohrter auftritt, welken und vertrocknen die Rosentriebe. Diese sollten rechtzeitig und großzügig entfernt werden.

 

Besonders bei feuchtwarmem Wetter ist auf Sternrußtau- und Mehltaubefall zu achten.

 


 

Zwiebel- und Knollenblumen

 

Die Zwiebeln der Herbstkrokusse sollten jetzt gepflanzt werden. Sie werden ca. 10 Zentimeter tief in Tuffs zu 3 bis 5 Zwiebeln, in humosen Boden, gesetzt.

 

Blumenzwiebeln wie Zwergiris, Narzissen, Scilla oder Krokus können jetzt, bevor sie wieder austreiben, ausgegraben und neu gepflanzt werden.

 

Nachdem die Blütezeit der Madonnen- und Königslilien vorbei ist und das Laub vergilbt, lassen sich die Zwiebeln versetzen oder neu pflanzen. Noch im September bilden sich neue Wurzeln, die Pflanze treibt eine bis 20 Zentimeter große Blattrosette aus und überwintert so. Gepflanzt wird im humosen, leicht sauren Boden, der nicht völlig austrocknen darf.

 

In den Blattachseln einiger Lilien (z.B. Tigerlilie) sitzen Brutzwiebeln. Diese können eingesammelt und neu ausgepflanzt werden.

 

Pilzbefall an Dahlien, zu erkennen an hellgrünen runden Flecken auf den Blättern, wird durch das Entfernen dieser Blätter bekämpfen. Auf keinen Fall die Blätter auf dem Boden liegen lassen, das würde zu einer Ausbreitung des Pilzes führen.

 

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Bartiris und Schwertlilien zu pflanzen.

 


 

Gartenteich

In einem trocknen Sommer verdunstet besonders viel Wasser aus dem Gartenteich. Bei zu starkem Wasserverlust wird das Wasser in Etappen wieder aufgefüllt, damit das meist kalte Leitungswasser die Temperatur im Teich nicht negativ beeinflusst.

 

Auftretende Entengrütze wird abgekescht. Auch die Fadenalgen können zum Beispiel mit einem Laubbesen aus Metall herausgefischt werden.

 

Das Teichwasser wird/bleibt besonders klar, wenn man es dauerhaft belüftet. Dazu eignen sich Wasserfälle, Springbrunnen und Belüftungspumpen.

 


 

Rasen und Wiese, Wildblumenwiese

 

Sind Wildblumenwiesen auf nährstoffreichen Böden angelegt, sollten sie Anfang August zum zweiten Mal gemäht werden. Das Mähgut bleibt bis zum Ausfall der Samen liegen. Später kann es kompostiert oder zum Mulchen verwendet werden.

 

Bei anhaltender Trockenheit wässere ich die Rasenfläche nach Möglichkeit in den Morgenstunden oder abends. Morgens ist es am günstigsten, weil dann die Wasserverluste durch Verdunstung am geringsten sind. Der Rasen sollte nachhaltig gewässert werden. Ich rate zwischen fünf und zwanzig Millimeter Wasser pro Flächeneinheit aufzubringen. Kontrollieren kann man die Wassermenge mit einem Regenmesser oder mit einem Wasserglas, das man im Sprengerbereich aufstellt.

 

Zierrasen, aber auch Spielrasen, sind weiter regelmäßig zu mähen. Störende Wildkräuter kann man durch Ausstechen entfernen. Den Rasen dünge ich im August nur, wenn er auch ausreichend mit Wasser versorgt wird.

 

Rasen wurzelt tiefer, wenn man ihn nicht täglich gießt. Dagegen soll er regelmäßig, bei trockener Witterung nicht zu flach, gemäht werden.

 

Während der Urlaubszeit stellt der Rasen ein wesentlich geringeres Problem dar, als die pflegeabhängigen Kübel- und Balkonpflanzen. Vor Reiseantritt wird er aber auf jeden Fall gemäht.

 

Während anhaltender Hitze ist es ratsam ihn nicht zu tief, sondern eine Stufe höher zu schneiden. Längere Halme beschatten den Boden und setzen damit die Verdunstung herab.

 

Präsentiert sich der Rasen nach dem Urlaub als wüchsige Wiese, sollte man ihn nicht gleich mit Gewalt abrasieren, sondern die Sache in zwei bis drei Mähintervallen angehen. Dabei beginnt man zunächst mit der höchsten Schnittstufe, die der Mäher bietet.

 

 

 

 

 

 

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