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Die Zeichen der Natur

 

Vorfrühlingsboten

Der phänologischen Kalender orientiert sich an den Entwicklungsstadien bestimmter Pflanzen. Nach diesem Kalender gibt es zehn Jahreszeiten. Die Schneeglöckchenblüte [Galanthus nivalis] kennzeichnet den Beginn des Vorfrühlings. Etwa gleichzeitig beginnen Winterling [Eranthis hyemalis] und Haselnuß [Corylus avellana] ihren Flor zu entfalten.
In der Regel hält der Frühling in Deutschland zuerst im Nordwesten sowie im Rheintal Einzug und wandert nur langsam nach Südosten. Deshalb blühen die genannten Vorfrühlingsboten in manchen Regionen häufig schon im Februar, in mittleren Höhenlagen dagegen fällt ihr durchschnittlicher Blühbeginn in den März. Der Vorfrühling endet mit der Blüte der Sal-Weide [Salix caprea]. Der phänologischen Kalender ist eine gute Orientierung nicht nur für Gartenbesitzer.

 

Allgemeine Bauernregeln für den Monat Februar I.

 

  • Februar ist ein eigener Kauz - wenn's nicht gefriert, dann taut's.
  • Februar, der kürzeste der Mondenzahl, ist auch der schlimmste hundertmal.

 

  • Der schlimmste Monat im ganzen Jahr, doch meist der kleine Hornung (altdeutsch für Februar) war.
  • Alle Monate im Jahr, verwünschen den schönen Februar.

 

tauender Schnee

  • Besser im Hornung (altdeutsch für Februar) frieren, als in der Sonne spazieren.
  • Hätte der Februar Januars Gewalt, ließ er verfrieren jung und alt.

 

  • Der Februar sagt zum Januar, hätte ich die Gewalt wie du, erfrör das Kalb in der Kuh.
  • Ein kurzer Hornung, sagt der Bauer, ist ein lauer.

 

  • Sonnt sich die Katz' im Februan, muss sie im März zum Ofen gan.
  • Februar mit Sonnenschein und Vogelsang, macht dem Bauern Angst und Bang.

 

  • Milder Februar, elend das ganze Jahr.
  • Wenn im Februar die Mücken geigen, müssen sie im Märze schweigen.

 

  • Im Februar recht lau und warm, im Lenz viel Frost, dass Gott erbarm!
  • Februar warm - Frühjahr kalt.

 

  • Der Februar baut manche Brück' - der März bricht ihnen das Gemick.
  • Februartau bringt Nachtfrost im Mai.

 

  • Wenn's der Februar gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.
  • Friert es nicht im Hornung ein, wird ein schlechtes Kornjahr sein.

 

  • Ist der Februar kalt und klar, dann kommt ein gutes Roggenjahr.
  • Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.

 

Allgemeine Bauernregeln für den Monat Februar II.

 

  • Nasser Februar - nass das ganze Jahr.
  • Ist recht nass der Februar, fruchtbar wird das ganze Jahr

 

  • Die weiße Gans (= Schnee) im Februar, brütet Segen fürs ganze Jahr.
  • Gibt's im Februar weiße Wälder, freuen sich drob Wies' und Felder.

 

  • Februar mit Schnee und Regen deutet an den Gottessegen.
  • Kalter Februar bringt ein gutes Jahr.

 

  • Hornung hell und klar gibt ein gutes Frühjahr.
  • Der Februar muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.

 

  • Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.
  • Bläst der Wind im Februar ins Horn, bläst er im Sommer auch ins Korn.

 

  • Heftige Nordwind im Februar, vermelden fruchtbares Jahr. Wenn der Nordwind im Februar aber nicht will, so kommt er sicher im April.
  • Im Februar müssen die Stürme fackeln, dass dem Ochsen die Hörner wackeln.

Winterlinge

 

  • Der Hornung (altdeutsch für Februar) macht den Dreck und der März holt ihn weg.
  • Wenn an Fastnacht die Sonne scheint, soll's Korn gut geraten.

 

  • So viele Nebeltage im Februar, so viele kalte Tage im August.
  • Hörst du die Drossel im Hornung schrein und rufen, nahen des Lenzes Rosses auf schnellen Hufen

 

  • Hüpfen Eichhörnlein und Finken, siehst du schon den Frühling winken.
  • Ende Februar - sind die Lerchen wieder da.

 

  • Im Februar muss die Lerche auf die Haid', mags ihr lieb sein oder leid.
  • Fasnacht schön, Blümchen bald steh'n.

 

Bauernregeln 01. bis 14. Februar
02.02. - Lichtmeß

 

  • Wenn´s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit. Ist es aber klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell.
  • Ist's an Lichtmess hell und rein, wird's ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.

 

  • Scheint zu Lichtmess die Sonne klar, gibt's Spätfrost und ein fruchtbar Jahr.
  • Mariä Lichtmeß hell und klar, zeigt noch viel Schnee fürwahr.
  • Scheint an Lichtmess die Sonne heiß, so kommt noch viel Schnee und Eis.

 

  • Gibt's an Lichtmeß Sonnenschein kommt auch noch viel Schnee herein.
  • Wann's zu Mariä Lichtmess wittert, geht der Bär aus dem Loch.
  • Wenn's an Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt.

 

  • Ist's Lichtmess trüb, ist's dem Bauern lieb.
  • An Lichtmeß muss die Lerche singen und sollt ihr auch der Kopf zerspringen.
  • Lichtmeß fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.

 

03.02. - Blasius

 

  • Der heilige Blasius stößt dem Winter die Hörner ab.
  • Blasius macht mit dem Winter Schluss.

 

05.02. - Agatha

 

  • Am Agathentag rieselt das Wasser den Berg hinab.
  • An Agatha Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.

 

  • Sankt Agatha, die Gottesbraut, macht, dass Schnee und Eis gern taut.
  • Agatha, Dorothee reich an Schnee.

 

06.02. - Dorothea

 

Die Kraft des Frühlings

  • Sankt Dorothe bringt meistens Schnee.
  • Die heilige Dorothee watet gern im Schnee.
  • Bringt Dorothea recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee.

 

09.02. - Apollonia

 

  • Ist's an Apollonia feucht, der Winter meist sehr spät entweicht
  • Kommt Frau Apollonia, sind die Lerchen wieder da.

 

12.02. - Eulalia

 

  • Sankt Eulalia Sonnenschein beschert viel Obst und Wein.

 

14.02. - Valentin

 

  • Ist's am Valentin noch weiß, blüht zu Ostern schon der Reis.
  • Am Tage von Sankt Valentin gehen Eis und Schnee dahin.

 

  • Kalter Valentin - früher Lenzbeginn.
  • An Sankt Valentin friert's Rad samt Mühlbach wieder ein.

 

Rose

Mit langstieligen roten Rosen zeigen Hunderttausende Liebende nicht nur in Deutschland am Valentinstag ihre Gefühle. An keinem anderen Tag im Jahr ist diese Blume so gefragt. Das bestätigt auch das Statistische Bundesamt. Allein im Jahr 2001 wurden 1,2 Milliarden Rosen zum Valentinstag in Deutschland verschenkt. Woher die Rosen mitten im Winter kommen fragen sich aber die wenigsten Käufer. Deutschland ist der viertgrößte Schnittblumenmarkt der Welt, der Einzelhandelsumsatz mit Blumen liegt bei 3,2 Milliarden Euro im Jahr. 82 Prozent der Blumen werden importiert. Hauptlieferant sind die Niederlande. Fast die Hälfte der Importware kommt aber aus Südländern wie Kolumbien, Kenia, Israel oder Spanien.

 

Der Name des Tages wird auf die Legende des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt. Valentin war im 3. Jahrhundert, im damaligen römischen Reich, Bischof der italienischen Stadt Terni (damals Interamna). In Zeiten von Christen- und Priesterhass, hatte er ein "hohes Wohlwollen für Liebende" und hat Paare heimlich christlich getraut. Darunter auch Soldaten, die nach kaiserlichem Befehl unverheiratet bleiben mussten. Den frisch verheirateten Paaren schenkte er Blumen aus seinem Garten, was ihn vielleicht auch zum Schutzpatron der Imker gemacht hat. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

 

Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Im 17. Jahrhundert verband man Briefe und Blumen. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die USA. Mit den US-Soldaten kam dieser Brauch, nach dem Zweiten Weltkrieg, nach Deutschland. 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten "Valentinsball". Allgemein bekannt wurde er durch die dann verstärkt einsetzende Werbung der Floristen und der Süßwarenindustrie.

 

In Japan beschenken am 14. Februar Frauen ihre Ehemänner, männliche Kollegen, Chefs und Freunde mit Schokolade. Dafür erhalten sie einen Monat später, am White Day, weiße Schokolade als Gegengeschenk. Auch in der Volksrepublik China ist der Brauch zum Valentinstag angekommen. In Brasilien wird der Valentinstag am 12. Juni gefeiert.

 

In Italien treffen sich die Liebespaare am Valentinstag meist an Brücken. An deren Geländern werden Vorhängeschlösser angebracht. Auf das Schloss schreiben die Liebenden ihre Initialen, manchmal mit Datum, bei großen Schlössern sieht man sogar aufgeklebte Fotos des Paares. Dieses Schloss wird angeschlossen, dann wirft jeder einen Schlüssel ins Wasser und wünscht sich dabei etwas. Die Wünsche werden natürlich nicht ausgesprochen.

 

In Finnland ist der Valentinstag ein "Freundschaftstag". Man schickt, meist anonym, denen, die man sympathisch findet, Karten oder kleine Geschenke.

 

In den sorbischen Gebieten fällt in die Zeit um den Valentinstag das Fest der Vogelhochzeit.

 

Valentin von Terni wurde später heiliggesprochen. Die Geste des Blumenschenkens hat sich bis heute durch zahlreiche Sitten und Gebräuche der Menschen auf der ganzen Welt erhalten.

 

Bauernregeln 15. bis 29. Februar
16.02. - Simeon

 

  • Friert's um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.

 

18.02. - Petri Stuhlfeier

 

  • Die Nacht vor Petri Stuhlfeier zeigt an, was wir 40 Tag für Wetter han.
  • Wie's in der Nacht zu Sankt Petri wittert, so wittert's vierzig Tage.
  • Petri Stuhlfeier kalt, die Kälte noch länger anhalt.

 

24.02. - Matthias

 

  • Matthis hab ich lieb, gibt dem Baum den Trieb.
  • St. Mattheis wirft einen heißen Stein ins Eis.

 

  • Matthias bricht's Eis, hat er keins, so macht er eins.
  • Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert's noch 40 Tage.

 

  • Taut es vor und auf Mattheis, dann sieht es schlecht aus auf dem Eis.
  • Hat Mattheis sei' Hack verlor'n, wird erst Sankt Joseph (19. März) das Eis durchbohr'n.
  • Ist's an Matthias kalt, hat der Winter noch lang' Gewalt.

 

25.02. - Walburga

 

  • Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.

 

26.02. - Alexander

 

  • Alexander und Leander (28.02.) suchen Märzluft miteinander.

 

28.02. - Roman

 

  • Ist Sankt Roman hell und klar, deutet's auf ein gutes Jahr.

 

29.02.

 

  • Der 29. Februar wurde 1582 von Papst Gregor XIII. als Schalttag in den Jahren eingeführt, die ohne Rest durch vier teilbar sind.

 

30.02.

 

  • Auf dieses kann man zählen jede Zeit, dass es am 30. Februar nicht schneit.

 

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